Tour de France Mulhouse

13. Juli 2014


Anstelle einer Radtour war im Jahresprogramm der Besuch einer Tour de France Etappe vorgesehen. Mulhouse war am nächsten gelegen und bald einmal war klar, dass wir mit der Eisenbahn hinfahren. Kurz nach 9 h trafen wir uns am Bahnhof Olten und wenige Minuten später fuhren wir bereits Basel zu. Wir, das waren Roland und Erika, Roger und Janette, Beat, Martin und ich.

 

In weniger als einer halben Stunde trafen wir in Basel ein und machten uns auf den kurzen Fussweg zum Badischen Bahnhof. Den Zoll passierten wir ungehindert und kurz darauf bestiegen wir den Zug nach Mulhouse. Dort angekommen, stärkten wir uns zuerst mit Kaffee und Gipfeli, bevor wir zu Fuss die Stadt erkundeten. Diese war voll auf die Tour de France eingestimmt. Ueberall warben die Logos dafür mit lustigen Illustrationen.

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Vor dem Dom posierten wir für das obligate Guppenbild.

Bald einmal erreichten wir die Zielgerade. Mehr als einen Kilometer lang durfte man die Strasse nicht überqueren und das ganze 6 Stunden vor der Zielankunft ! Respekt heischende Flics standen überall und bewachten alles. Die wenigen Stände beim Ziel konnten uns nicht begeistern und so machten wir uns auf, um bis zur " flamme rouge", dem Teufelslappen zu marschieren. Da wir auch dort die andere Strassenseite nicht erreichen konnten, ging es noch weiter, bis wir zu einem grossen Platz kamen, wo viele Stände sowie eine Grossleinwand aufgestellt waren. Das war der richrtige Ort zum Verweilen. Wir verpflegten uns en masse und nippten hie und da an einem Bierchen, degustierten da und dort Würste, Käse, Brötli sowie Pasteten und Kaffee und verfolgten vor allem das direkt übertragene Rennen auf der Leinwand.

Von einer Flachetappe konnte keine Rede sein. Zeitfahr-Weltmeister Toni Martin griff vor den ersten Vogesen-Pässen an und weard bis ins Ziel nicht mehr gesehen. Er holte sich nicht nur den Etappensieg, sondern wurde auch noch ins rot-weiss gepunktete Trikots der Bergpreisleaders eingekleidet.

Seine Verfolger führten zwar vehement nach, doch war gegen den entfesselten Deutschen an diesem Tag kein Kraut gewachsen.

Der Italiener Nibali verlor sogar sein Leadertrikot an den Franzosen Gallopin. Das freute natürlich das einheimische Publikum sehr. Wir hatten unsere helle Freude an Fabian Cancellara, der für einmal nicht viel Führungsarbeit leistete und sich voll und erfolgreich auf den Endspurt konzentrierte. Wer hätte gedacht, dass der am Ballon abgehängte Schweizer in der halsbrecherischen Abfahrt noch einmal den Anschluss an die erste Verfolgergruppe schaffen würde und sich dann knapp den zweiten Platz sichern konnte ?

Nach dem Rennen spazierten wir zum Bahnhof und da wir uns verzettelt hatten, fuhren die einen in einem früheren Zug nach Hause als wir. Wir genossen nochmals einen kalten Tee mit Schaum und bei Flammkuchen, Sauerkraut und Speck oder einer Pizza luden wir unsere Batterien wieder auf, um keine anderthalb Stunden später doch noch rechtzeitig zum WM-Finale zu Hause einzutreffen.

Mehr Bilder dazu in der Gallerie


s. kainersdorfer

 

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